05.02.2010 Die Jungfernfahrt in Silverstone

50e7191fFormel 1 Rennfahrer Timo Glock testet in Silverstone zum ersten Mal den Virgin Racing VR01.Nach vielen Stunden im Simulator von Wirth Research, dem Ingenieursbüro von Designer Nick Wirth, sowie der virtuellen Vorstellung des komplett digital entwickelten Renners am Mittwochvormittag standen heute die ersten reellen Testrunden auf dem Programm.

„Der Roll-out ist gut gelaufen. Das ist schon mal sehr wichtig,“ so Timo Glock nach den ersten Runden. „Ich bin heute einfach nur glücklich, den VR01 zum ersten Mal auf der Strecke bewegt zu haben. Ansonsten ist es einfach noch zu früh, eine konkrete Aussage zu treffen. Aber ich bin mir sicher, dass wir bei den Tests in Jerez ziemlich schnell feststellen werden, wo wir stehen.“ 203d716bDas Ziel des neuen Virgin Racing Teams ist es, das beste der neuen Formel 1 Teams zu werden. „Für mich ist es wichtig, dass wir uns Schritt für Schritt weiter entwickeln. Dann habe ich auch kein Problem damit, nicht gleich vorne mitzufahren. Gegen die ersten Top Ten Positionierungen am Ende der Saison hätten wir natürlich auch nichts einzuwenden,“ so der Rennfahrer aus dem Odenwald. „Im Hinblick auf die Performance müssen wir realistisch bleiben. Wir müssen im Hinterkopf behalten, wo wir her kommen. Das Auto ist eine komplette Neuentwicklung. Anders als die anderen Teams hatten wir keine Datenbasis, sondern haben komplett bei Null angefangen.“ Der Bolide mit dem offiziellen Namen „VR01“ wird in Kürze einen Spitznamen bekommen, den Virgin Racing Fans über die Website www.virginracing.com vorschlagen können. Für die Einreichung von bis zu 100 Vorschlägen winkt ein kompletter Satz Teamkleidung als Belohnung. Timo Glock dazu: „Ich finde es super, dass Virgin Racing von Anfang an die Fans mit in unser Team einbeziht.“ Während der virtuellen Vorstellung des VR01 stand vor allem die auffällige Farbkombination im Fokus der Betrachtung. e44776d1„Die Kombination aus rot und schwarz auf dem VR01 ist einfach genial. Das wird auf der Rennstrecke definitiv auffallen.“ Doch Timo Glock ist sich bewusst: „Wir müssen während der Saison sicherlich ein paar Nackenschläge einstecken, mit denen wir momentan noch nicht rechnen. Wichtig ist aber, dass wir uns weiter entwickeln. Ansonsten wollen wir in unserer ersten Saison alle Chancen nutzen, die sich uns bieten, an den Punkten zu kratzen. Ich bin schon heiß drauf.“